São Miguel – Hauptinsel der Azoren

Azoren - Sao Miguel - Highlights

Highlights auf São Miguel

Vielfalt auf der Hauptinsel der Azoren

Die Hauptinsel der Azoren São Miguel ist gleichzeitig die größte und an Vielfalt kaum zu übertreffen! Wunderschöne Wanderungen, heiße Quellen, riesige Vulkankrater, steile Klippen und richtig saftige Wiesen werden dich in ihren Bann ziehen! Leider waren das Hotel und die Airbnb-Wohnungen, die wir auf São Miguel gebucht hatten, leider alle nicht unseren Vorstellungen entsprechend (Wenn du etwas empfehlen kannst, freuen wir uns über einen Kommentar!). Da man während eines solchen Urlaubs aber eh weniger auf dem Zimmer ist, ist es auch nicht so schlimm. In diesem Blogpost erzählen wir dir von unseren Highlights, die wir auf São Miguel erlebt haben und die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können

Sete Cidades

Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein Tag beim Touristen-Hotspot Nr. 1 der Insel: Sete Cidades, eine riesige Caldera, die wirklich schön und sehenswert ist. Am besten fährt man hierzu sehr (!) früh zum Aussichtspunkt “Vista do Rei” (Link zu google maps), um ganz bequem den Touristenbussen zuvor zu kommen. Die Aussicht auf die Kraterseen ist nicht ohne Grund so beliebt und ziert das eine oder andere Cover von Reiseführern! Wenn der Zauber dieses Ausblicks langsam abschwächt, brauchst du dich nur umdrehen und das schaurig schöne verlassene Hotel Monte Palace wird deinen Abenteuergeist wecken. 1983 wurde dieses 5-Sterne-Luxushotel eröffnet, aber mit dem Tourismus hat es aufgrund des oft auftretenden Nebels und unbeständigen Wetters nie so richtig geklappt. Seit Jahrzehnten zerfällt das Gebäude langsam und beständig. Offiziell ist ein Betreten des Hotelgeländes (wie so oft bei Lost Places) verboten, seit ca. 2010 ist kein Wachpersonal mehr vor Ort.
Nach den Aus- und Einblicken bleibt einem nichts anderes übrig, als eine 12 Kilometer lange Wanderung durch und um den Krater zu machen. Anstrengend, aber sehr lohnenswert!

Wenn dann noch Kraft hat und das Wetter mitspielt, solltest du auch noch zu dem Azoren-Fotomotiv schlechthin fahren, wie es auch in meinen Bildern zu sehen ist. Um hierher zu gelangen, parkt man einfach auf dem Parkplatz des Lagoa do Canário und wandert noch ca. 1 km gen Norden. Welch eine Aussicht! Welch ein Fotomotiv!
Im Übrigen lohnt es sich sehr, einfach mal kleine unbefestigte Wege entlang des Kraterrandes von Sete Cidades zu fahren! Die Blicke über São Miguel sind einfach fabelhaft!

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Salto do Prego

São Miguel ist so vielfältig, dass du den einen Moment denkst, dass du in Irland sein könntest und den nächsten, dass du irgendwo im Urwald bist. Letzteres erlebst du vor Allem, wenn du eine mittellange Wanderung zum Wasserfall Salto do Prego antrittst. Den Anfangspunkt zu finden ist nicht so leicht, aber dafür gibt es ja Google Maps (ganz unten findest du eine Karte). Dabei geht es am Fluss entlang immer weiter in den sehr urigen Wald, vorbei an zerfallenen Häusern, durch Obstgärten und durch eine kleine Ansammlung von teilweise zerfallenen Häusschen (mit nettem Obstangebot). Der Wasserfall an sich ist zwar nicht der spektakulärste, aber immer noch ein Wasserfall und einfach ein schönes Ziel. Insgesamt also eine sehr schöne Wanderung! Zur Stärkung danach können wir ein Besuch des Restaurants Summer Breeze empfehlen. Endlich mal gutes Essen auf den Azoren. Unbedingt Ananas zur Nachspeise bestellen! Sie werden auf São Miguel angebaut und sind so unglaublich lecker!

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Canyoning beim Salto do Cabrito

Da wir Wasserfälle lieben, war es definitiv eines der Highlights unseres Azoren-Urlaubs: Canyoning! Dabei geht es darum, stromabwärts durch einen Fluss zu waten, der Natur ganz nah zu sein, an Orte zu kommen, die man sonst nie erreichen würde und vor allem darum, sich durch Wasserfälle abzuseilen und von Klippen zu springen! Unbedingt ausprobieren! Es wird auf keinen Fall das letzte Mal gewesen sein, dass wir das gemacht haben!

Wir haben eine 4-Stunden-Tour am Ribeira Grande bei AzoresAdventureIslands gebucht. Um 14.00 Uhr nachmittags trafen wir unsere Guides am Wasserfall. Schnell in die Neoprenanzüge und die extra glitschsicheren Schuhe gestiegen, den Helm aufgesetzt und los ging die Wanderung in die Berge. Man muss ja erst mal hoch, um wieder runter zu können. Der eng anliegende Neoprenanzug, der die Bewegung stark einschränkt, macht den Weg nach oben ganz schön kräftezehrend. Aber unsere zwei Guides hielten unsere Vierergruppe mit kleinen Anekdoten über die Azoren und über São Miguel auf Trapp. Oben angekommen gab es ein paar letzte Instruktionen und los ging es durch die pure Natur!

Anschließend empfiehlt es sich, den nahegelegenen Lagoa do Fogo zu besuchen. Schon die Straße dorthin garantiert eine spektakuläre Sicht!

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Furnas und Umgebung

Der Kurort Furnas auf São Miguel, der in einem Vulkankrater liegt, ist bekannt für seine heißen Quellen, die nicht zu übersehen mitten im Dorf liegen. Hier kann man gut und gerne zwei Tage verbringen.

Wir haben mit einem Besuch der heißen Caldeiras am Lagoa das Furnas (Furnassee) begonnen. Hier kann man die vulkanische Gewalt, die unter den eigenen Füßen brodelt mit eigenen Augen sehen: Sehr beeindruckend, wie die Schwefelgase in Becken das Wasser hochsprudeln und erwärmen. Der Boden ist sogar so warm, dass die Azoreaner ihr Essen darin kochen: Der typisch azoreanische Eintopf Cozido wird in großen Töpfen für mehrere Stunden im Sand verbuddelt und nach der „Ernte“ in den Restaurants in Furnas angeboten. Auch wenn der Parkplatz etwas kostet (aber nicht viel), lohnt sich der Besuch! Tipp für Lost-Place-Begeisterte: Man findet am Waldrand ein weiteres verlassenes Haus.

Wenn man zum südlichen Ende des Sees Lagoa das Furnas fährt, wird man eine zugewucherte Kirche erspähen. Hier kann man gut anhalten, denn es erwartet einen der Jose do Canto Waldgarten (3€ Eintritt), der mit einer Mischung aus angelegten Bepflanzungen und wildem Urwald begeistern kann. Ein etwas längerer Spaziergang von 1,5 Stunden führt an einer überwucherten Kapelle, riesigen Sequioa-Bäumen und einem weiteren zerfallenen Haus (wir können einfach nicht genug bekommen!) zu einem schönen Wasserfall mit glasklarem Wasser.

Einen halben Tag sollte man für die Parkanlage Parque Terra Nostra in Furnas einplanen, wenn das Wetter mitspielt. Bei Regen reichen zwei Stunden zum Baden in der heißen Quelle. Der kostenpflichtige Park (6€) ist wirklich schön angelegt und man sollte sich einfach mal die Zeit nehmen, die Decke auszubreiten und zu picknicken. Anschließend oder zwischendurch in der warmen Quelle dahintreiben und die schöne Anlage und das Leben genießen. Das Wasser ist allerdings sehr braun, deswegen unbedingt einen alten Bikini mitnehmen, den man danach getrost wegschmeißen kann. Zumindest wir haben unsere Sachen nie wieder sauber bekommen. Wenn dann noch Hunger und Appetit auf den azoreanischen Vulkaneintopf Cozido besteht, empfiehlt sich das Restaurant Tony‘s. Es ist von außen wie von innen eher nicht so ansprechend – scheint azoreanische Tradition zu sein. Aber so braucht man sich wenigstens nicht schämen, mit kurzer Hose und nassen Haaren hinzugehen. Der Eintopf muss normalerweise 24 Stunden vorher vorbestellt werden, aber einfach mal nachfragen. Wir hatten auch Glück und sie hatten noch etwas da. Sehr fettig, nichts für Vegetarier, gewöhnungsbedürftig aber lecker.

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Der Osten

Es lohnt sich, halb São Miguel Richtung Osten zu umrunden. Dabei kommt man durch kleine Orte, wird garantiert von Kuhherden auf den Straßen aufgehalten und sieht die gewaltige Macht von Erdrutschen. Außerdem lernt man dabei garantiert die Mikrokilmas der Insel kennen: Von strahlendem Sonnenschein, über dichtesten Nebel und dicken Regentropfen kann einen Alles erwarten. Ganz nebenbei kann man dann noch bei den einzigen Teeplantagen Europas anhalten. Bei Chá Gorreana an der Nordküste kann man eine Tour mitmachen (wir waren leider zu spät), gemütlich durch die Plantagen spazieren und kostenlos von den verschiedenen Teesorten probieren. Übrigens ist unserer Meinung nach der Tee ein perfektes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

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Mehr Azoren?

Eine dreiwöchige Reiseroute findest du in diesem Blogeintrag!
Was du auf Pico und Sao Jorge erleben kannst, wirst du im nächsten Blogeintrag erfahren. Stay tuned auf Facebook!

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